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Letzte Änderung am 05.07.2009

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 Aus Söhnkes Werkstatt

Wie alles begann
Bilder unserer Gartenbahn
Baubeschreibung Personenwagen
Bilder des Personenwagens

Wie alles begann...., oder....meine Frau ist schuld!

Auf der Suche nach Zubehörteilen für meine Spur N Anlage bei meinem Eisenbahnhändler entdeckte meine Frau im Oktober 97 eine Startpackung der LGB.

Da unser Sohn zu damaliger Zeit begeisterter Playmobil-Fan war, reifte in ihr der Entschluss, ihn zu Weihnachten  mit eben dieser Bahn zu erfreuen. Da ich für alles was mit Eisenbahn zu tun hat äußerst schnell zu begeistern bin, brauchte es nur kurze Zeit bis ich überzeugt war. Der Grundstein war gelegt.

Kaum war der Sohn im Bett stürzten wir uns gemeinsam auf den Karton, schnell war das Oval aufgebaut und die Stainz drehte ihre Runden in unserem Wohnzimmer. Begeistert lagen zwei, angeblich Erwachsene, auf dem Fußboden und bestaunten verzückt die kleine Lokomotive.

Schnell war das Oval zu klein. Es kamen Schienen hinzu, Flohmärkte wurden regelmäßig nach LGB-Teilen durchforstet, am Samstag die Annoncen-Avis durchstöbert. Nach Weihnachten fuhr die LGB regelmäßig von der Küche ins Wohnzimmer und zurück. Sehr praktisch um sich das Tischdecken zu erleichtern.

Unser Sohn zeigte - wider Erwarten - mäßiges Interesse für die Bahn, was mich und meine Frau aber weiter nicht störte, denn wir hatten unseren Spaß.

Loks und Waggons kamen hinzu. Um das Hobby finanzierbar zu machen, trennte ich mich von meinen zahlreichen anderen Hobbys, sprich ferngesteuerte Schiffs-, Lkw- und Kranmodelle, meine Frau sich von Ihrer Steifftiersammlung aus der Kinderzeit. Nun konnten wir die Bahn digitalisieren. Dieses erforderte einige Überredungskünste, da meine bessere Hälfte den doch recht hohen Betrag lieber in rollendes Material und Häuser investiert hätte. Dank nochmals der kleinen Schöma, die beim Set dabei war, und sie zum Teil besänftigte.

Nach unserem Umzug im Mai 1999  konnten wir dann endlich auch im Garten beginnen. Die Kartons waren noch nicht vollständig ausgepackt, da machte ich schon Pläne wie die Schienen am besten zu verlegen waren. Die Schienen wurden verlegt, es wurde gepflanzt, ich verlegte wieder neu, meine Frau verpflanzte wieder und versuchte für Ihre Schützlinge ein Plätzchen zu finden, wo bestimmt nie Schienen verlaufen würden. Wir werden sehen.....

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Ein Highlight der Anlage ist die selbst gebaute lange Trestle-Brücke

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Baubeschreibung Personenwagen:

Als eingefleischter N-Bahner begeisterte mich die LGB auch noch in anderer Hinsicht. Hier handelt es sich um eine Spurgröße, bei der man sowohl rollendes Material als auch Häuser mit ein wenig Lust, Zeit und Geschick sehr gut selbst bauen kann. Meine ersten Modelle waren eine Bekohlungsanlage und ein Güterschuppen. Noch aus Holz und daher wenig für den Gartenbetrieb geeignet. Dem folgten ein Lokschuppen und ein Bahnhof, nun schon aus wetterfestem Material. Mit Bahnhof und der Mallet-Lok bemerkten wir nun schnell, daß es uns an Personenwagen fehlte. Güterwagen jeglicher Art hatten sich nach und nach angesammelt, nur worin sollten wir unsere Passagiere befördern? Da meine Frau trotz Ihrer Liebe zur LGB (und mir natürlich) unsere Finanzen recht ordentlich im Griff hat, bekam ich dieses Mal nicht ihr OK. Nun hieß es aus günstigen Materialien solche Personenwagen selbst zu bauen.

Aus unseren zahlreichen Depeschen und Photos holte ich mir Anregungen und los ging es:

Drehgestelle und Räder wurden von LGB bei meinem Händler bestellt. Es sollten 4-achsige Personenwagen werden.  Die Wagenkästen und der Unterbau bestehen fast komplett aus Kunststoff, Grundplatte ca.1 cm stark, waren im Keller als “Reste” zu finden. Für die Seitenwände besorgte ich mir von der Spedition, in der ich tätig bin, Hinweisschilder für Notausgänge und Feuerlöscherstellplätze. Hierbei handelt es sich um 2 mm starke Plastikschilder im Format 30 x 30 cm, die sich vorzüglich bearbeiten lassen.

Die Grundplatte wurde in den Maßen 40 x 8,5 cm zurechtgesägt. Auf die Grundplatte klebte ich eine Holzplatte, auf die später die Seitenwände angebracht wurden. Nun wurden für die Drehgestelle die Löcher in die Grundplatte gebohrt.

Die Ausmaße der Seitenwände und Stirnseiten, einschließlich Fenster, übertrug ich mit Hilfe einer Reißnadel auf das Plastik. Anschließend wurden nun mit einem Cutter die Fenster herausgetrennt, die Seitenwände zurechtgeschnitten. Den fertig zurechtgeschnittenen Wagenkasten klebte ich mit handelsüblichem Kunststoffkleber auf die Holzplatte. Um die Stabilität des Kastens zu erhöhen, wurden die Ecken mit 1 x 1 cm starken Aluwinkeln, die ebenso geklebt wurden, verstärkt.

Aus durchsichtiger Plastikfolie, wie man sie oft als Sichtblenden in Legokartons etc. findet, wurden für die Fenster passende Streifen ausgeschnitten und in den Innenraum geklebt. Zur Verschönerung wurde der gesamte Innenraum mit 1 mm starkem Balsaholz ausgekleidet, so verschwanden auch die Aluwinkel und die Beschriftung der Hinweisschilder. Das Holz wurde später in Eiche gebeizt. Aus den Resten des Balsaholzes wurden Türen geschnitten und als Attrappen auf die Stirnseiten geklebt.

Das Dach besteht aus 0,5 mm starkem Zinkblech, welches sich sehr gut verformen lässt. Um die nötige Wölbung zu erreichen habe ich das Dach ausgesägt und kurze Zeit über eine passende Tapetenrolle gebogen. Möglich ist hier natürlich auch alles andere, was sich so im Hause befindet und die nötige Rundung aufweist. Als Verstärkung des Daches wurden aus dem Kunststoffresten der Grundplatte zwei Spanten zurechtgesägt, die mit Silikon in die Wölbung geklebt wurden. Um den Wagen später mit einer Inneneinrichtung zu versehen, lässt sich das Dach nun gut abnehmen und sitzt trotzdem beim Fahrbetrieb fest.

Das Geländer der Plattformen und die Einstiege wurden aus 2 mm starkem Federstahl gefertigt. Hierfür wurden mit dem Dremel passende Löcher in die Stirnseiten der Grundplatte gebohrt, in die das Geländer eingeklebt wurde. Zur Verzierung und als Haken für den Luftschlauch wurde Blumenbindedraht verwendet. Der Luftschlauch besteht aus der Isolierung eines Elektrokabels. Aus dem gleichen Draht wurden die Haltegriffe an den Stirnseiten des Waggons gefertigt. Die Puffer bestehen abermals aus dem Kunststoff, der schon für die Grundplatte verwendet wurde, die Pufferteller und Trittfläche der Einstiege zurechtgesägt und passend aufgeklebt. Aus dem gleichen Kunststoff wurden Blenden gesägt, die an beiden Längsseiten unter den Wagenkasten geklebt wurden, um die Sicht auf die Drehgestelle zum Teil zu verdecken.

Der Wagenkasten wurde anschließend mit der Airbrush-Pistole mattgrün lackiert und mit Zierleisten um die Fenster verschönert. Das Untergestell wurde komplett schwarz angemalt. Das Dach wurde auch mit Airbrushmattfarben grau gespritzt. Beschriftung der Wagen und Inneneinrichtung sowie Beleuchtung werden später noch hinzugefügt.

So sind innerhalb von ca. 30 - 35 Arbeitsstunden 2 Waggons entstanden.

Alles in allem bestehen beide aus den Resten aus meinem Hobbykeller. Aufgrund der Drehgestelle und Metallachsen kommt man bei einem Wagen im Selbstbau auf einen Preis von ca. 50,00 ¥.

Söhnke

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